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Kirchengeschichte

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  Gronauer Kirchengeschichte
von Pfarrer Broscheit verfasst im  Jahr 1968




Geschichte
Seite 173                1968

Die Pfarrei wird 1332 erstmals genannt: Als Mutterkirche gilt die noch 1689 beim Gronauer  Hof stehende Kapelle.




Den Stich erhielt Pfarrer Broscheit aus einem Bamberger Antiquariat im Dezember 1967 nach 20 Jahren Suchens. Er zeigt die Kirche mit Klosteranlage. Im Vordergrund die Nidda mit der Brücke über Fluss und Wiesen hinter  den befestigten Gebäuden. Die Höhen im Hintergrund deuten auf die von kl. Karben und Rendel.

Anmerkung: Möglicherweise ist Pfarrer Broscheit hier einem Irrtum erlegen. Wahrscheinlich zeigt der Stich nicht Gronau Kreis Hanau, er sieht aus wie ein Stich von Merian vom Kloster Gronau bei Heidenrot in Hessen.


Die Herren von Falkenstein besaßen die Kirche als münzenbergische Miterben.
Sie gehörte zum A...diakonat    St. Peter in Mainz, Dekanat Eschborn.

Im 15 Jahrhundert wurde sie dem Marienstift in Lich einverleibt.
Kirchherr blieb der Fürst zu Solms - Lich als Falkensteiner Erbe.
Das Stift nominiert noch heute den Pfarrer, der Fürst präsentiert ihn.

Gronau blieb im Gegensatz zu den anderen hanauischen Orten deshalb immer lutherisch.
Darum feierten wir im Jahr 1964 mit Lich zusammen die Einführung der Reformation.

Anstelle der abgebrochenen Kirche auf dem Gronauer Hof wurde 1718 die Friedhofkapelle in der Ortschaft Gronau, wo die Zehentscheuern standen und nur einige Bauernhöfe, zur Kirche ausgebaut, die 1821, 1919 und in den Jahren 1948 - 68 Stück für Stück restauriert wurde.

Der 1684 geschnitzte Kruzifixus, also 284 Jahre alt, wurde wieder als Altarmitte  über dem neuen Altartisch an der Säule befestigt.. Der 3/8 Schluß enthält nur noch das Pfarrgestühl mit der Kanzeltreppe.
Die Orgel auf der Empore ist 1 ½ Meter zurückgerückt. In dem erneuerten Gehäuse aus dem Jahr 1777 von Heinrich Jacob Sier in Hanau wurde von der Firma Walter, Ludwigsburg, eine neue mechanische Orgel mit  11 Registern eingebaut, die 2 Manuale hat.

Die Grabsteine aus dem 18. Jahrhundert sollen auf ein Fundament am Heizungsanbau gestellt werden.

Im Frühjahr will die pol. Gemeinde durch den Ortsdiener, Herrn Weisenstein den alten Totenhof an der Kirche neu zurechtmachen lassen, nachdem die Mauer nun endlich im Herbst 1967 zurechtgemacht wurde

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